Im sozialen Lernen sehen wir einen besonderen Schwerpunkt unseres pädagogischen Handelns. Da sich immer mehr Kinder sehr Ich-bezogen und aggressiv verhalten, versuchen wir durch vielfältige Maßnahmen im Unterricht und durch die Gestaltung des Schullebens, das Miteinander positiv zu beeinflussen.

Wir gestalten die Schule in gemeinsamer Verantwortung.

Der im Schuljahr 2006/2007 gegründete Schülerrat bietet den Schülern ein Forum, ihre Meinungen und Anliegen in das Schulleben einzubringen. Die Klassensprecher der einzelnen Klassen und ihre Vertreter treffen sich einmal monatlich mit einem zuständigen Lehrer und haben dort die Möglichkeit die Anliegen ihrer Klassen vorzutragen. Außerdem werden die Schüler über Planungen bezüglich des Schullebens informiert und können eigene Ideen und Vorschläge einbringen. Der aus diesem Schülerrat gewählte Schulsprecher hat dann die Möglichkeit die Anliegen der Schüler in der Gesamtkonferenz vorzustellen, wo diese dann diskutiert werden. So werden die Gedanken und Ideen der Schüler ernst genommen und das Wir-Gefühl gestärkt. Die Schüler spüren, dass sie für die Gestaltung des Schullebens mitverantwortlich sind.

Eines der Projekte des Schülerrates war beispielsweise die Einführung eines "Schul-Shirts", das gemeinsam gestaltet wurde und zur Identifikation mit der Schule beitragen soll.

Auch bei der künstlerischen Gestaltung des Schulgebäudes werden alle Schüler mit einbezogen. Die Klassenräume und Flure werden mit Ergebnissen aus dem Unterricht (Kunst, Werken, Textil) und aus den Arbeitsgemeinschaften geschmückt. Die Arbeiten spiegeln häufig die Jahreszeiten und Feste wieder, so dass die Kinder jeweils darauf eingestimmt werden. Durch die gemeinsame Gestaltung des Gebäudes wird das Interesse füreinander verstärkt, Aufmerksamkeit für das Geschehen außerhalb der eigenen Klasse gefördert und Stolz auf den eigenen Beitrag ermöglicht.

Auch in die Gestaltung des Schulgeländes und die Bepflanzung des Schulgartens sollen sich die Schüler einbringen.

Wir übernehmen Verantwortung für uns und unsere Umwelt.

Dem Gedanken des Umweltschutzes fühlen wir uns verpflichtet. Die Schüler werden dazu angehalten wieder verwertbare Getränkeflaschen und Brotdosen zu verwenden, um Müll zu vermeiden. Vom ersten Schultag an lernen die Kinder, ihren Müll zu trennen. Dazu stehen in jeder Klasse drei Mülleimer bereit (Papier, Plastik, Restmüll). Auch der sinnvolle Umgang mit Energie (Stromverbrauch, Lüften, etc.) wird vom ersten Tag an gefördert. Bei den Schulmaterialen wird darauf geachtet, dass diese umweltfreundlich sind. Im Sachunterricht wird mit den Schülern erarbeitet, wie wichtig der bewusste Umgang mit Energie und Wasser ist. Außerdem haben sie im Schulgarten die Möglichkeit, heimische Pflanzen zu säen und zu pflegen.

Auch für ihre eigene Gesundheit sollen die Schüler Verantwortung übernehmen. Zur Gesundheitserziehung gehören die Bereiche gesunde Ernährung, Körperhygiene und Bewegungserziehung.

Zusätzlich zum Lehrplan der Schule wird beim täglichen gemeinsamen Pausenfrühstück, sowie beim Mittagessen, immer wieder darüber gesprochen, wie man sich gesund ernährt und welche Lebensmittel zu vermeiden sind.

Da bei einigen Schülern erkennbar ist, dass zu Hause nicht ausreichend auf Hygiene geachtet wird, versuchen wir den Kindern in der Schule zu vermitteln wie wichtig es ist, sich z.B. vor dem Essen die Hände zu waschen, sich die Zähne zu putzen usw. In diesem Rahmen findet auch jährlich eine vom Gesundheitsamt durchgeführte Unterweisung zur Zahnprophylaxe statt. Um auch die Klassenräume möglichst sauber zu halten, tragen die Kinder während des Unterrichts Hausschuhe.

Sowohl im Unterricht, als auch in den Pausen wird darauf geachtet, dass die Schüler die Möglichkeit haben, sich ausreichend zu bewegen. Dazu wurden vielfältige Spielgeräte angeschafft, die den Kindern helfen, ihre Pause aktiv zu gestalten. Auch der Schulhof selbst bietet mit dem Bolzplatz, Klettergeräten, Schaukeln, Wippen, Hüpfspielen usw. ausreichende Bewegungsmöglichkeiten.

Wir ermöglichen den Zugang zu vielfältigen Medien.

Die Arbeit mit neuen Medien ist in den letzten Jahren erweitert worden. In vielen Klassen stehen Computer und auch ein Computerraum mit 9 Arbeitsplätzen ist vorhanden. Lernprogramme für die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht kommen zum Einsatz. Auch das Schreiben eigener Texte am Computer ist teilweise Bestandteil des Unterrichts. Die Nutzung des Internets ist jederzeit für spontane Recherchen möglich. Außerdem steht in der Schule ein Beamer bereit.

Einen hohen Stellenwert nimmt auch die Leseförderung ein. Dazu arbeiten wir eng mit der nahe gelegenen Bücherei zusammen. Die Schüler haben mindestens einmal im Monat die Möglichkeit, sich dort Bücher auszuleihen. Außerdem stehen in fast jeder Klasse zahlreiche altersentsprechende Bücher, die den Schülern zur Verfügung stehen. Durch die Durchführung von Lesenächten und den häufigen Einsatz von Kinderbüchern im Unterricht soll bei den Kindern die Freude am Lesen geweckt werden.

Auch der Einsatz weiterer Medien wie Filme, Dias, Folien usw. hilft uns, den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten.

Wir stärken unser Zusammengehörigkeitsgefühl.

Die gemeinsame Planung und Durchführung von Ausflügen und anderen Aktivitäten (z.B. Klassenfeste), helfen den Schülern sich näher kennen zu lernen und einen partnerschaftlichen Umgang miteinander zu erlernen. Durch gemeinsame Erlebnisse wird gegenseitige Rücksichtnahme und soziales Lernen gefördert. Alle zwei Jahre wird von allen Klassen gemeinsam ein großes Schulfest geplant und gestaltet. Mindestens einmal pro Schuljahr plant jede Klasse gemeinsam einen Ausflug z.B. in einen Zoo, ein Museum, ins Theater oder eine Wanderung.

In der dritten Klasse findet dann jeweils eine fünftägige Klassenfahrt auf die Insel Wangerooge statt. Hier lernen die Schüler verstärkt Verantwortung für sich selbst und ihre Klassenkameraden zu übernehmen und selbstständiger zu werden.

Wir wollen das Selbstwertgefühl des Einzelnen stärken und ihm Mut zur Selbstständigkeit machen.

Im Schuljahr 2003/2004 führten wir gemeinsam mit der Edith-Stein-Stiftung ein groß angelegtes Zirkusprojekt zur Suchtprävention durch. Das Selbstwertgefühl der Schüler sollte durch das Erlernen neuer Fähigkeiten gestärkt werden. Ein Jahr lang lernten die Schüler Jonglieren, Einrad fahren, Akrobatik usw. und stellten ihre neu erworbenen Fähigkeiten dann bei einer großen Zirkusvorstellung der Öffentlichkeit vor. Seitdem versuchen wir, dieses Projekt im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften und im Sportunterricht fortzuführen. Verschiedene Jongliergeräte sowie einige Einräder sind mittlerweile in der Schule vorhanden.